| Im Jahre 1926 fanden sich 20 Mitglieder
aus dem Extra-Chor des Mainzer Konservatoriums zusammen und
nannten sich die „Musik-Hochschul-Sänger“.
Gründer und 1. Kapitän war Jakob Treichler. Er war
auch verantwortlich für die ersten Texte. Als das seriöse Institut für
klassische Musik sich von der humorvollen Gesangsgruppe distanzieren
wollte, änderte
man den Namen in „Mainzer Hofsänger“ und behielt
die Initialen „MHS“ bei.
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1934 traten sie
zum erstenmal für den Mainzer Carneval
Verein „MCV“ auf und wurden so zu echten „Hofsängern“ am
Hofe des Prinzen Karneval.
Die „Mainzer Hofsänger“ wurden
zu einem Markenzeichen der Mainzer Fastnacht.1947 war
das Geburtsjahr des unsterblichen „Sassa“.
1955, im Herrschaftsjahr des
Karnevalprinzen Alexander I. arrangierte Jakob Fischer „So
ein Tag, so wunderschön
wie heute...“ |
Als
Prinz Alexander I. zum närrischen Staatsbesuch
der Kölner Prinzenproklamation eingeladen wurde, nahm
er die „Mainzer Hofsänger“ mit. So kam es
zum ersten Auftritt im Deutschen Fernsehen vor einem Kölner
Publikum. Ein Jahr später sangen sie dann auch bei der
ersten großen Fernsehsitzung „Mainz, wie es singt
und lacht“.
In
den folgenden Jahren begeisterten die „Mainzer Hofsänger“ ihre
Zuhörer immer wieder aufs Neue. Die Resonanz war groß.
Es kamen Anerkennungsschreiben aus allen Teilen Europas und
Einladungen zu Gastspielen diesseits und jenseits der Grenzen.
So
wurden die singenden Bajazze nicht nur zu einem Aushängeschild
der Mainzer Fastnacht.
Eindrucksvoll ist hierbei, dass die Sängerschar
bereits in den 60er Jahren Tourneen in Amerika, so wie in nahezu
allen benachbarten Ländern Deutschland wie z.B. Frankreich,
Niederlande, Schweiz usw. gegeben hat. Diese Tradition hat
bis heute Bestand und mittlerweile gibt es wohl kaum einen
Kontinent, auf dem die Hofsänger noch nicht gesungen haben.
Natürlich beschränken sich die Auftritte nicht nur
auf das Ausland. Gerade auch hier in Deutschland haben die
Mainzer Hofsänger immer wieder ihre Zuhörerschaft
vergrößern können und Anhänger in allen
Teilen Deutschlands gefunden.
Im Laufe der Zeit wuchsen daraus Freundschaften
zu vielen nahnamhaften Persönlichkeiten aus allen Bereichen des öffentlichen
Lebens.
Hierzu gehören Altbundeskanzler Willy Brandt, der bei
einem Auftritt im Palais Schaumburg in den Freundeskreis aufgenommen
werden konnte, genauso wie Ex-Bundespräsident Richard
von Weizsäcker, der bei einer Darbietung in der Kupferberg
Kellerei von dem Können der Sänger beeindruckt war.
Seit nunmehr 10 Jahren haben die Hofsänger zu ihrem traditionellen
Programm, also der Fastnachtskampagne und der weltlichen Konzerte,
eine weitere Bastion erobert. Nämlich die der Kirchenkonzerte.
Mit wachsender Begeisterung wurde das Repertoire immer weiter
ausgebaut und namhafte Kirchen wie z.B. der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisdom,
die Kathedrale von Palma de Mallorca, der Dom zu Speyer, Mainz,
Magdeburg und Halberstadt, um nur einige zu nennen, mit Konzerten
besungen.
Ehrung der Stadt Mainz
Viele
Menschen denken „Die Mainzer Hofsänger“ könnten
sich nur mit Fastnachtsorden schmücken. Tatsächlich
können sie zahlreiche Auszeichnungen unterschiedlichster
Art vorweisen. Besonders Stolz ist man auf die Ehrung der
Stadt Mainz, die mittlerweile an kulturellem Wert nicht mehr
zu überbieten
ist.
1959 „Goldene Plakette der Stadt Mainz“, Oberbürgermeister
Jockel Fuchs
1976 „Rheingold-Plakette in Silber“ der Stadt
Mainz, Oberbürgermeister Jockel Fuchs
1976 „Dom Plakette“ der Stadt Mainz, Oberbürgermeister
Jockel Fuchs
1977 „Gutenberg-Plakette“ der Stadt Mainz, Oberbürgermeister
Jockel Fuchs
1982 „Peter-Cornelius-Plakette“ des Landes Rheinland
Pfalz, Kultusminister Dr. Georg Gölter
1996 „Rheingold Plakette in Gold“ der Stadt Mainz,
Oberbürgermeister H.H. Weyel.
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